Meinung gefragt!

Viele Akteure sprechen mit Blick auf das Ende der großen UN-Programme (Millennium Entwicklungsziele, Bildung für alle, Bildung für nachhaltige Entwicklung) und die Neuorientierung des Rio-Prozesses von der Großen Transformation – notwendig ohne Zweifel, aber wie? Durch Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bzw. Globales Lernen?

Eure Meinung zu den 12 Fragen (oder einzelnen) des Verbands Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen – VENRO e.V. ist gefragt. Sie werden vom World University Service (WUS) gesammelt und gehen in den weltweiten Post-2014/15 Prozess ein.

Jörg-Robert Schreiber
VENRO-Vertreter im Nationalkomitee der UN-Dekade BNE

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12 Fragen und Herausforderungen an BNE und Globales Lernen im Rahmen einer notwendigen gesellschaftlichen Transformation

  1. Wie kann die zentrale Kompetenz des Perspektivenwechsels gestärkt werden?
  2. Wie kann die Akzeptanz für zukunftsfähige Veränderungsprozesse in der eigenen Gesellschaft erhöht werden – Lehrende und Lernende als „change agents“?
  3. Ist die Idee der Nachhaltigkeit bereits zu einer Illusion geworden?
  4. Von der Wachstumsideologie zu inklusiver Wirtschaft und menschwürdiger Arbeit?
  5. Von der Instabilität risikoreicher komplexer Systeme zur gesellschaftlichen Resilienz?
  6. Friedenspädagogik als Lernprozess gegen Krieg, Terrorismus, Gewalt, Rassismus und Flucht?
  7. Globales Lernen/BNE ohne Bildung für alle? – Bildung für alle ohne Globales Lernen/BNE?
  8. Wie kommen wir zu einem nachhaltigen Nutzerverhalten in den globalen Netzwerken des Internets?
  9. Sind unsere Kompassnadeln von interkulturell auf transkulturell neu zu justieren?
  10. Wie bringen wir uns politisch wirkungsvoller ein?
  11. Globales Lernen als transformatives Konzept in lokalen Bildungslandschaften?
  12. Global Citizenship – sind wir schon auf dem Weg?

One comment

  • Gregor Lang-Wojtasik says:

    1.Wie kann die zentrale Kompetenz des Perspektivenwechsels gestärkt werden?
    Hier braucht es eine klare bildungstheoretische Fundierung des Kompetenzbegriffs, der einerseits die historisch-systemtischen Linien des Globalen Lernens abbildet und gleichzeitig Anschlüsse an die aktuelle Kompetenzdebatte sowie damit assoziierte Forschung ermöglicht!
    2.Wie kann die Akzeptanz für zukunftsfähige Veränderungsprozesse in der eigenen Gesellschaft erhöht werden – Lehrende und Lernende als „change agents“?
    3.Ist die Idee der Nachhaltigkeit bereits zu einer Illusion geworden?
    4.Von der Wachstumsideologie zu inklusiver Wirtschaft und menschwürdiger Arbeit?
    Inklusive Wirtschaft? Verstehe ich nicht!
    5.Von der Instabilität risikoreicher komplexer Systeme zur gesellschaftlichen Resilienz?
    6.Friedenspädagogik als Lernprozess gegen Krieg, Terrorismus, Gewalt, Rassismus und Flucht?
    Hier würde ich positiv formulieren; also wofür Globales Lernen in friedenspädagogischer Tradition steht – für konstruktive Gewaltfreiheit als Durchdringung des Dualismus von Gewalt und passiver Gewaltlosigkeit (ohne Militär und mit Sotzialer Verteidigung) sowie Wertschätzung und Überwindung diskriminierender Strukturen.
    7.Globales Lernen/BNE ohne Bildung für alle? – Bildung für alle ohne Globales Lernen/BNE?
    Zentral!
    8.Wie kommen wir zu einem nachhaltigen Nutzerverhalten in den globalen Netzwerken des Internets?
    9.Sind unsere Kompassnadeln von interkulturell auf transkulturell neu zu justieren?
    Hier brauht es dringend eine Klärung des Kulturbegriffs!
    10.Wie bringen wir uns politisch wirkungsvoller ein?
    11.Globales Lernen als transformatives Konzept in lokalen Bildungslandschaften?
    12.Global Citizenship – sind wir schon auf dem Weg?