12. Global Citizenship – sind wir schon auf dem Weg?

Die Global Education First Initiative[1] des Generalsekretärs der Vereinten Nationen spricht von drei Prioritäten: Every child in school, quality of learning, Global Citizenship:

“It is not enough for education to produce individuals who can read, write and count. Education must be transformative and bring shared values to life. It must cultivate an active care for the world and for those with whom we share it. Education must also be relevant in answering the big questions of the day. Technological solutions, political regulation or financial instruments alone cannot achieve sustainable development. It requires transforming the way people think and act. Education must fully assume its central role in helping people to forge more just, peaceful, tolerant and inclusive societies.”

Das liest sich wie eine programmatische Äußerung zum Globalen Lernen, zur Aufforderung im Horizont einer Weltgesellschaft zu denken und zu handeln. Global Citizenship ist damit zu einem der Grundpfeiler des neuen BNE-Weltaktionsprogramms proklamiert worden. Die notwendige Vision fordert, dass alle Menschen Zugang zu demokratischen Bildungsprozessen haben. Sie fordert die Einheit in der Vielfalt. Gleiche Menschenrechte für alle und Verantwortung gemäß den wirtschaftlichen Möglichkeiten.

Als bloße Forderung, die Identifizierung mit einer Weltgemeinschaft über die lokale oder nationale Identität zu stellen, hätte diese Vision wohl kaum eine Chance. Es geht dabei auch um den Blick nach innen, um den eigenen Bewusstseinswandel. Bürger der Einen Welt wird man nicht über Nacht. Globales Lernen geht aber davon aus, dass man Offenheit und Dialogfähigkeit in komplexen Lebens- und Weltlagen und zukunftsfähiges Handeln lernen kann. Vielleich kann man ja auch multiple Identitäten entwickeln.

 

[1]www.globaleducationfirst.org